Düsseldorf goes Kreisverband
Auf der gestrigen Mitgliederversammlung der Piraten aus Düsseldorf, gab es eine umfangreiche aber dennoch größtenteils sachliche Diskussion um das für und wider für einen Kreisverband. Überraschend viele Piraten aus anderen Städten wie Köln, Wuppertal, Neuss, Mönchengladbach, Dortmund und Münster kamen und brachten ihre Meinungen und Erfahrungen ein. Dies hängt wohl u.A mit dem Symbolcharakter Düsseldorfs als Landeshauptstadt zusammen. Am Ende des Abends gab es eine geheime Grundsatzabstimmung, ob man in Düsseldorf einen Kreisverband gründen möchte, oder nicht. Dabei stimmten von den 19 akkreditierten Piraten, 10 dafür, 8 dagegen, ein Pirat enthielt sich.
Dieses Ergebnis ist aus rein demokratischer Sicht völlig in Ordnung und es lässt sich nichts daran rütteln. Doch einen Grund zur Freude gibt es indes nicht. Denn eine Breite Mehrheit und somit Zustimmung für dieses Strukturmodell gibt es in Düsseldorf immer noch nicht. Zum Vergleich; in den Städten wie Köln und Münster stimmte eine überragende Mehrheit für dieses Modell.
Nüchtern betrachtet stülpen ca. 50% der aktiven Piraten den anderen 50% eine Struktur über, die sie nicht haben wollen. Wenn man bedenkt, dass die Gründung des Kreisverbandes unter anderem zur Aktivierung der Mitglieder aber auch zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen gedacht war, muss man befürchten, dass dieser Schritt auch nach hinten losgehen könnte. Eine Minimierung der aktiven Piraten in Düsseldorf um ca 50% ist zu befürchten.
Bis zu einer Kreisverband Gründung gibt es in Düsseldorf für die Befürworter der “KV-Idee” jetzt also noch einiges zu tun. Sie müssen versuchen, die Piraten, die gestern dagegen gestimmt zu haben, mit ins Boot zu holen. Ein gemeinsames, faires Erarbeiten einer Kreisverbandssatzung, gespickt mit vielen Kompromissen, ist dabei unerlässlich. Ich hoffe den Piraten aus Düsseldorf gelingt es, mit viel Geduld und respektvollem Umgang, einen gemeinsamen Weg zu finden.
Twitter